Pruem-web

Eigenes Gemüse anzubauen hat so einige Vorteile. Man weiß, welche Düngemittel verwendet wurden, man baut nur das Gemüse an, welches man gerne selbst mag und man muss nicht ständig zum Supermarkt laufen. Es gibt so einige Gemüsesorten, welche besonders geeignet sind, wenn man noch keine Erfahrung oder auch einfach nicht so viel Zeit hat.

Für welche Gemüsesorten sollte ich mich entscheiden?

Auch für Anfänger gibt es eine Reihe an Auswahl von Gemüse, welches quasi immer gelingt.

Bohnen und Erbsen beispielsweise sind ertragreiche und unkomplizierte Pflanzen. Erbsen können bereits im März oder April gepflanzt werden (hier kommt es auf die Sorte an), während Bohnen erst im Mai gepflanzt werden sollten. Beide Pflanzen benötigen eine Rankhilfe, da sie relativ hoch wachsen und schmale Stämme haben. Falls viele Schnecken im Garten unterwegs sind, kann es sich lohnen die Pflanzen vorher vorzuziehen.

Sind Kartoffeln auch für Anfänger geeignet?

Eigene Kartoffeln anzubauen ist eigentlich garnicht so schwer. Die Kartoffelpflanzen sind beispielsweise nicht so empfindlich, wie Tomatenpflanzen, benötigen aber einen sehr nährstoffreichen Boden, wie etwa einen lockeren Lehmboden. Zwischen Februar und Ende April werden die Pflanzkartoffeln in den Boden gepflanzt. Hier kommt es auf die Bodentemperatur an, die mindestens 7 Grad betragen sollte.

Die Kartoffelknolle, welche im besten Fall an der Luft schon ein wenig vorgekeimt ist, wird dann in einer Tiefe von etwa 8-10cm und in einem Abstand von etwa 30-35cm in die Erde gepflanzt. Man nennt dies übrigens nicht „Kartoffeln säen“, sondern „Kartoffeln legen oder Kartoffeln stecken“

Natürlich könnte man die reinen Speisekartoffeln für den Kartoffelanbau nutzen, allerdings eignen sich hierfür die ertragreichen Saatkartoffeln besser. Diese bringen etwa 10-15 neue Knollen pro Pflanze. Die Ursprungs Knolle fängt an Sprossen wachsen zu lassen, aus denen dann die neuen Kartoffeln entstehen. Die Schale der Kartoffeln dient als Schutz und kann, wenn keine Pestizide verwendet werden, mitgegessen werden. Unter der Schale befinden sich nämlich die meisten Nährstoffe

Probieren Sie doch einfach selbst einmal Kartoffeln zu pflanzen! Nach regelmäßigem Gießen und Aufschichten der Erde, kann nach etwa 100 Tagen die Ernte beginnen.

Radieschen – wenn es schnell gehen soll

Wenn es um das Thema Schnelligkeit geht, stehen die Radieschen ganz weit oben auf der Liste. Radieschen Pflanzen sind nicht nur unkompliziert zu pflegen, sondern können sogar von Ende Februar bis Ende August gepflanzt werden. Hierfür werden die Saatkörner etwa einen Zentimeter tief und mit einem Abstand von ungefähr fünf Zentimetern in den Boden gesteckt. Da die Pflanzen nicht viel Erde benötigen, können sie auch wunderbar in Balkonkästen aufgezogen werden. Schon nach vier bis sechs Wochen können die ersten Radieschen geerntet werden. Das kann kaum ein anderes Gemüse überbieten!

Also dann – auf geht’s in den Selbstversuch. Wir sind gespannt!